Wegen Angst vor der Börse riskieren Frauen oft Altersarmut

Studie zum Weltfrauentag

Eine aktuelle Studie und andere Statistiken zeigen, dass besonders Frauen sich mit der Geldanlage beschäftigen müssen, um Altersarmut zu vermeiden und finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.

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AltoPress/Maxppp

Frauen sind bei der Finanzplanung sicherheitsorientierter als Männer und scheuen daher eine Geldanlage an der Börse. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Versicherungskonzerns AXA und dem Meinungsforschungsinstitut YouGov.

Geldanlage in Wertpapiere und Aktien an der Börse erscheint 60 Prozent der Frauen mit „unkontrollierbaren Risiken“ (53 Prozent Männer) verbunden zu sein. Jede zweite Frau (52 Prozent) glaubt, dass „Geldanlage an der Börse genauso riskant ist wie ins Spielcasino zu gehen“ (42 Prozent der Männer).

Diese Einstellung führt zu erheblichen Konsequenzen wie Altersarmut. Frauen legen ihr Geld, wenn überhaupt, in konservativere Finanzprodukte wie Festgeld an, was besonders in der aktuellen Niedrigzinsphase unzureichende Erträge bedeutet.

Angst vor der Börse wegen fehlendem Fachwissen

Woran liegt es, dass Frauen Angst vor Aktien haben, welche mehr Rendite erwirtschaften als sehr konservative Anlageprodukte? Frauen sehen unter anderem fehlendes eigenes Fachwissen als Hürde bei der Geldanlage. Der Aussage „Geldanlage in Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden, ist nur etwas für Experten“ stimmt eine große Mehrheit der Frauen (64 Prozent) zu.

Doch auch Männer fühlen sich auf dem Gebiet Börse nur geringfügig wissender. Denn mehr als die Hälfte (55 Prozent) ist ebenso der Ansicht, dass Geldanlage an der Börse nur etwas für Experten sei.

Das Interesse an der Geldanlage an der Börse ist aber hoch. 43 Prozent der Männer und 38 Prozent der Frauen geben an, gerne Geld an der Börse anlegen zu wollen.

Frauen setzen deshalb noch stärker als Männer auf Berater, die sie bei der Auswahl der passenden Finanzprodukte unterstützen. Beide Geschlechter, 80 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer, halten es für „wichtig“ oder „sehr wichtig“ einen guten Berater zu haben.

Spezielle Beratung für Frauen bei der Geldanlage

Frauen haben aufgrund der Herausforderung der Vereinbarkeit von Familie und Karriere eine besondere Situation. Ihre Erwerbsbiografien sind häufiger unterbrochen als die von Männern. Auch leben sie im Durchschnitt etwa fünf Jahre länger als Männer. Dies macht die Altersvorsorge für sie noch wichtiger. Was heißt das konkret in Zahlen?

2015 erhielten Männer ab 65 einen Brutto-Beitrag von 1300 Euro aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Frauen bekamen lediglich 908 Euro. Eine private Altersvorsorge ist für Frauen deswegen noch dringlicher, um im Alter die Rentenlücke zum letzten Gehalt zu decken und finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Fällt diese Unterstützung zum Beispiel durch Scheidung weg, ist das Armutsrisiko für Frauen besonders groß.

Inzwischen gibt es jedoch Angebote, die die Anlegerinnen an die Hand nehmen, um so sicher wie möglich an der Börse zu investieren.

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